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»Bauforschung
- eine kritische Revision. Historische Bauforschung zwischenMarketing
und öffentlichem Abseits.«
herausgegeben
von Johannes Cramer, Peter Goralczyk und Dirk Schumann
Als
die historische Bauforschung an deutschen Baudenkmälern
noch jung war, sah alles einfach aus. Es war eine Methode
gefunden, mit der sich noch so verschlungene Baugeschichten
entschlüsseln ließen. Mit Hilfe der Dendrochronologie
entstanden unzählige absolute Baudaten. Daran hat sich
bis heute nichts geändert, doch alles ist anders. Nicht
daß die Erwartungen enttäuscht wurden, eher sieht sich
die Bauforschung mit Fragen konfrontiert wie: Wem nützen
diese Ergebnisse und wer kann die immer umfangreicheren
Dokumentationen überhaupt noch verstehen? Bauhistorische
Ergebnisse lassen sich leicht ignorieren. Andererseits
gibt es durchaus den Trend, detaillierte Baudokumentationen
als Argumentationshilfe für Rekonstruktions- oder Abrißvorhaben
einzusetzen. Es hat den Anschein, als stehe die historische
Bauforschung an einem Wendepunkt, was nicht zuletzt durch
den Einsatz neuer Medien forciert wird. Daraus ergibt
sch nun die Notwendigkeit, kritisch zum Selbstverständnis
und zu den Möglichkeiten und Grenzen historischer Bauforschung
Stellung zu beziehen. Das Buch Enthält eine CD-ROM.
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Inhalt
Vorwort
der Herausgeber
Wieviel
Bauforschung braucht das Land?
THOMAS
DRACHENBERG: Wie wirksam ist Bauforschunng?
JOHANNES
CRAMER: Sehnsucht nach Geschichte, oder: Braucht die Bauforschung
neue Marketingstrategien?
PETER
GORALCZYK: Zehn Jahre Bauforschung in Brandenburg - Ein kritischer
Erfahrungsbericht
G.
ULRICH GROSSMANN: Bauforschung - Ganz oder gar nicht?
MATTHIAS
DONATH: Erkenntnis versus Genauigkeit - Kritische Fragen an
die Bauforschung
Bauforschung
zwischen Abriß und Rekonstruktion
KARIN
WAGNER: Der Schloßplatz in Berlin. Archäologische Grabungen
auf dem Schloßplatz, vor dem Staatsratsgebäude und auf dem Werderschen
Markt
JOACHIM
MÜLLER: Die Kunst des Konjunktivs. Die Rekonstruktion mittelalterlicher
Stadthäuser in Brandenburg a.d. Havel aus archäologischen Befunden
MICHAEL
SCHEFTEL: Die ehemalige Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg
in Quedlinburg. Zwischenbericht zur Bauuntersuchung und vorläufige
Chronologie der Bauphasen
CHRISTIANE
OEHMIG: Der "ausgelagerte" Palast der Republik
Bauforschung und Kunstgeschichte - eine Verunsicherung
ERNST
BADSTÜBNER: Bauforschung und Kunstgeschichte
CARLJÜRGEN
GERTLER: Zur Konzeption und relativen Baufolge der spätgotischen
Umgestaltung des Brandenburger Domlanghauses
STEFAN
BREITLING: Wenn dem Kunstwissenschaftler der Gegenstand und
dem Bauhistoriker die Worte fehlen. Anmerkungen zum Selbstverständnis
der historischen Bauforschung
WILTRUD
BARTH: Die Nikolaikirche in Berlin-Spandau. Produktive Aussichten
für die Kunstgeschichte?
Bauforschung
in Planung und Praxis - Möglichkeiten und Grenzen
DIRK
SCHUMANN: Die mittelalterlichen Baubefunde der Berliner Heilig-Geist-Kapelle.
Das Problem des eingeschränkten Blicks: Befunde und ihre Interpretationsvarianten
DETLEF
VON OLK: Die Burg in Ziesar. Bauforschung als Ausgangspunkt
für ein öffentliches Interesse
THOMAS
EISSING: Zur Anwendung der Dendrochronologie in der Bauforschung:
Einige kritische Anmerkungen
TILO
SCHÖFBECK: Dendrodaten in der norddeutschen Architekturgeschichte.
Methodische Fragen zu Dachwerksdatierungen
ANDREAS
POTTHOFF/YNGVE JAN HOLLAND: Analog oder digital ? Aufmaß als
Grundlage für Bauforschung und Planung
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